Feuerwehr Cochem-Zell überrascht Bundestagsabgeordneten

8. September 2016

50 Feuerwehrmänner aus dem Landkreis Cochem-Zell hatte Peter Bleser nach Berlin eingeladen. Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit dem Abgeordneten. Die Männer fanden sich – alle vorschriftsmäßig in Uniform - im Sitzungssaal ein. Peter Bleser wollte gerade mit seinem Vortrag beginnen, aber es kam etwas dazwischen.

Alle hatten dicht gehalten, die Feuerwehrmänner aus Cochem-Zell, das Büro von Peter Bleser und alle, die noch davon wussten, deshalb war die Überraschung gelungen: Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, erschien im Saal und überreichte dem erstaunten Feuerwehrmann Peter Bleser die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille.

Er dankte dem Abgeordneten für sein langjähriges Engagement für die Feuerwehr. Peter Bleser war sichtlich gerührt und berichtete stolz, dass er persönlich zur Rauchmeldepflicht in Deutschland beigetragen habe.

Wehrleiter Norbert Reuter dankte Peter Bleser im Namen der Gruppe für die Einladung und die tolle Organisation der Reise. Auch als Feuerwehrmann wäre der Abgeordnete, vor allem als Maschinist, gut im Einsatz. Peter Bleser bedankte sich mit einem Lob an die Freiwillige Feuerwehr, ohne die eigentlich gar nichts ginge auf dem Land. Ihre Arbeit könne man nicht hoch genug einschätzen, vor allem weil sie ehrenamtlich sei. „Feuerwehrmänner sind alles geerdete Menschen“, so Bleser. Er fände es sehr schade, dass die Nachwuchsgewinnung so schwer sei. Dies sei aber ein Spiegel der aktuellen Situation in der Gesellschaft.

Dann sprach Peter Bleser zur aktuellen politischen Situation und dem Zustand, in dem sich Deutschland befinde: ausgeglichener Haushalt, tolle Konjunktur, hohe Beschäftigungszahlen, Sozialversicherungen und Krankenversicherungen im Plus. Gerade deshalb könne er nicht verstehen, warum so viele unzufrieden seien und sich eine radikale Änderung wünschten. Rational wäre das jedenfalls nicht zu erklären. Zur Flüchtlingssituation erklärte Bleser, dass es einfache Lösungen nicht gäbe. Man müsse bei allen Entscheidungen an die Konsequenzen, also bis zu Ende denken. Und die wären bei den vermeintlich einfachen Lösungen verheerend. Nur, dass dies kaum einer den Menschen erklären würde.

In der anschließenden Diskussion sprachen die Feuermehrmänner über ihre Probleme mit Löschfahrzeugen, die nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stünden. Der Präsident des Feuerwehrverbandes gab dazu Antwort und erläuterte das neue Zivilschutzkonzept, mit dem sich die Fahrzeug-Situation bessern werde. Dies sei besonders in der aktuellen Situation wichtig, meinte Peter Bleser, bei der Bedrohung durch den Terrorismus und dem Russland-Ukraine-Konflikt.

Er sprach außerdem über die Zukunft des ländlichen Raums, eines seiner wichtigsten Themen als Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium.

Abschließend würdigte Peter Bleser nochmals die Feuerwehrmänner und sprach von dem besonderen Gefühl einer guten Kameradschaft und den gemeinsamen Feiern zwischen den Einsätzen, was beides wie eine Therapie wirken würde, mit der man schwierige Einsätze aushalten könne.