Im Gespräch mit Peter Bleser

Herr Bleser, manche Jungs wollen Feuerwehrmann oder Kapitän werden, wollten Sie schon immer in den Bundestag?

Nein, wollte ich nicht. Ich wollte eigentlich immer Bauer werden.

Was hat der Bauer was der Politiker nicht hat?

Eine selbständige Existenz ist die höchste Form der Freiheit die ein Mensch erfahren kann. Leider ist dies in der Politik so nicht immer möglich. Kompromisse gehören zur Demokratie.

Sie stammen aus der kleinen Gemeinde Brachtendorf in der Eifel.
Wie wichtig sind Ihnen Ihre Wurzeln?


Wer gute Wurzeln hat, der hält auch starke Stürme aus. Deswegen sind mir meine Wurzeln extrem wichtig.

„Wer eine gerade Furche ziehen will, muss weit vorausschauen” -
Gilt dieser Satz für Politik und Landwirtschaft gleichermaßen?


Das ist identisch. Wer nicht weit nach vorne schaut, macht zu viele Umwege und schlägt Haken.

Gab es einen Moment in Ihrer politischen Karriere, in der Sie am liebsten alles hingeschmissen hätten?

Mehrfach. Aber aufgeben -
Das gibt's bei einem Bauern nicht.


Die Bundespolitik verlangt tägliche neue Kompromisslösungen, auch in Zeiten einer schwarz-gelben Koalition. Ist es da überhaupt noch möglich die Interessen der Wähler in der Heimat zu vertreten?

Alles was ich mache dient den Menschen und somit auch den Wählern in der Heimat. Auch bei Kompromissen muss zumindest eine Verbesserung erreicht werden. Sonst stimme ich nicht zu.

Bei der letzten Bundestagswahl im September 2009 haben Sie 47,7% der Erststimmen in Ihrem Heimatwahlkreis erhalten. Wie erklären Sie sich dieses Ergebnis?

Dieses Wahlergebnis ist die Folge einer langen Zeit in der ich mit den Menschen in meiner Heimat zusammen arbeite. Ich habe viele Petitionen bearbeitet und auch das ein oder andere Projekt zum Erfolg geführt. So werde ich es auch in der Zukunft halten.
- Wahl 2009

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Herr Bleser, haben Sie ein Hobby?

Ja, Skifahren und Traktorfahren.

Was ist so besonders schön am Traktorfahren?

Beim Traktorfahren blickt man auf das, was hinter dem Pflug liegt. Am Abend sieht man, was man geleistet hat. Man hat den Boden für Neues bereitet. 

Politik ist ein 'Full-Time-Job', was machen Sie wenn Sie aber doch mal frei haben?

Wenn ich Zeit habe, bin ich gerne mit Freunden zusammen und nutze auch die Gelegenheit auf unserem Bauernhof die ein oder andere Arbeit zu erledigen.

Was möchten Sie noch in Berlin bewirken bevor Sie der Bundeshauptstadt den Rücken kehren?

Die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, insbesondere der Abbau der Arbeitslosigkeit ist das zentrale Ziel meiner politischen Arbeit. Dabei vertrete ich besonders hartnäckig die Interessen unserer ländlichen Region.