Die neue Drohnenverordnung

Peter Bleser, MdBBekanntgabe von Peter Bleser MdB im E-Mail-Infoservice vom 23. Januar 2017

Am 18. Januar 2017 haben wir dem Kabinett eine Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten „Drohnen“ vorgelegt.

Die unbemannte Luftfahrt hat sich in den letzten Jahren technisch und wirtschaftlich rasant entwickelt. Einhergehend mit der steigenden Anzahl an Drohnen in unserem Luftraum (500.000 Drohnen waren letztes Jahr in Privatbesitz) steigt auch die Gefahr von Kollisionen und anderen Unfällen. Es leuchtet sicher jedem ein, dass wir aus diesem Grund einheitliche und klare Regelungen für den zukünftigen Gebrauch von Drohnen schaffen wollen.

Insbesondere die Interessen des Flugmodellsports werden wir dabei berücksichtigen. In diesem Rahmen enthält die Verordnungen Ausnahmen, um die Einschränkungen für die Modellflieger so gering wie möglich zu halten.

Im Folgenden werde ich Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Regelungen geben:

  • Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von 0,25 kg müssen zukünftig mit einer Plakette gekennzeichnet sein
  • Ab einem Gewicht von 2 kg muss der Steuerer zukünftig neben einer Plakette auch den Nachweis besonderer Kenntnis erbringen
  • Ab einer Gewichtmasse von 5 kg wird eine Aufstiegserlaubnis benötigt
  • Der Betrieb in und über sensiblen Bereichen, wie z. B. Einsatzorten von Polizei, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen usw., ist grundsätzlich verboten
  • Ein grundsätzliches Betriebsverbot in Höhen von mehr als 100 Metern (gilt nicht auf Modellfluggeländen)
  • Für gewerbliche Nutzer wird das aktuell bestehende, generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben.

Details zum Thema können Sie

  • im Schreiben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt MdB,
  • dem Flyer Drohnenverordnung und

unter www.bmvi.de/drohnen nachlesen.