Eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe muss sichergestellt werden

Foto Peter BleserBekanntgabe von Peter Bleser, MdB, im E-Mail-Infoservice vom 21. September 2017

Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammenhilfe und der Erhalt der Geburtshilfe durch freiberuflich tätige Hebammen ist eine Herausforderung.

Intensiv hat das Bundesgesundheitsministerium in den letzten Jahren daran gearbeitet, insbesondere die Situation der freiberuflichen Hebammen zu verbessern:

  • Die Erhöhung der Haftpflichtprämie wurde durch einen Vergütungszuschlag abgefedert,
  • für Geburtshilfeleistungen erhalten Hebammen auf Antrag einen Sicherstellungszuschlag eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt einer flächendeckenden Versorgung.
  • Der Sicherstellungszuschlag wird seit Januar 2016 ausgezahlt und wurde bisher von über 2.600 Hebammen beantragt.
  • 12,6 Mio. Euro wurden ausgezahlt.

 

Bei Vergütungsfragen konnten sich leider die Vertragsparteien nicht einigen, weshalb die Schiedsstelle angerufen wurde.

Nach mehreren erfolglosen Verhandlungen stimmte die Schiedsstelle im September 2017 für einen gemeinsamen Antrag von GKV-Spitzenverband und Bund der freiberuflichen Hebammen.

Dieser sieht vor:

  • Anhebung der Vergütung um 17% rückwirkend ab 15. Juli 2017
  • Strukturelle Änderungen bei der Vergütung der Leistungen der Beleghebammen ab 1. Januar 2018
  • Einführung neuer Leistungen
  • Laufzeit des Vertrages bis 1. Juli 2020

 

Wie schwierig die Verhandlungen waren und sind, wird dadurch deutlich, dass der Bund freiberuflicher Hebammen und der GKV-Spitzenverband den Antrag begrüßen, der Deutsche Hebammenverband ihn jedoch ablehnt.

Die Probleme der Hebammenversorgung und –vergütung sind mit den aktuellen Regelungen also längst nicht gelöst.

Aber es ist ein Anfang!

Nähere Informationen können Sie dem Schreiben von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe entnehmen.