Fragen und Antworten zur Zulassung von Glyphosat

Foto Peter BleserBekanntgabe von Peter Bleser, MdB, im E-Mail-Infoservice vom 13.12.2017

Das Zulassungsverfahren für den Wirkstoff Glyphosat wurde Ende November 2017 auf EU-Ebene abgeschlossen .

Es hat intensive und strittige Diskussionen ausgelöst, oft auch unsachliche.

Bundesminister Schmidt, der wegen seiner Zustimmung zur weiteren Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der Kritik stand, hat in einem Schreiben an die CDU/CSU Fraktion die Gründe für seine Entscheidung erläutert.

Wichtig ist der Hinweis, dass die EU-Kommission die Zulassung nach ihrer Prüfung auch ohne die Unterstützung der Mitgliedstaaten erteilt hätte.

Mit seiner Zustimmung konnte Bundesminister Schmidt allerdings deutliche Anwendungsbeschränkungen und Auflagen für Glyphosat durchsetzen:

  • mehr Transparenz und Übersicht beim Zulassungsverfahren,
  • mehr Berücksichtigung der Belange der Artenvielfalt und der Umweltauswirkungen,
  • die Grundlage für ein Verbot der Privatanwendung,
  • Planungssicherheit und Rechtssicherheit für die Landwirte.

 

Wichtig sind auch die Ankündigungen des Ministers, dass

  • er national eine unabhängige Bewertung der Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe vornehmen will,
  • eine intensive Erforschung von Alternativen für die Unkrautbekämpfung im Mittelpunkt der nächsten Jahre stehen soll,
  • die unterschiedlichen Einschätzungen der WHO-Gremien über die gesundheitlichen Gefahren von Glyphosat aufgeklärt werden (dies hatte die kontroverse Diskussion stark befeuert).

 

Das beigefügte Schreiben von Bundesminister Schmidt beinhaltet sachliche Informationen zur Thematik.

Weitere Details zu dem Thema sind nachzulesen in:

  • Fragen und Antworten zur Bewertung des gesundheitlichen Risikos von Glyphosat (Bundesinstitut für Risikobewertung)
  • Populäre Missverständnisse, Meinungen und Fragen im Zusammenhang mit der Risikobewertung des BfR zu Glyphosat.