Staatssekretär Peter Bleser überreicht BMELV-Forsttechnikpreis
Pressemitteilung des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, vom 16.06.2012Auszeichnungen für innovative, sichere und praktikable Forsttechnik
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat zum zweiten Mal den Preis für innovative Forsttechnik für den Einsatz im Privatwald vergeben.
Im Rahmen der 16. Fachtagung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) in Bopfingen zeichnete Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sechs Preisträger mit dem BMELV-Forsttechnikpreis aus. Über 100 Bewerber hatten sich dem Votum einer unabhängigen Jury gestellt. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben.
Der erstmalig 2008 ausgelobte Preis zeichnet Forsttechnik aus, die in besonderer Weise für den Einsatz in kleineren Privatwäldern geeignet ist. „Wald und Forsten nehmen in ihrer Bedeutung zu. Deshalb benötigen Privatwaldbesitzer innovative, sichere und ihren Ansprüchen angepasste Forsttechnik. Die Produkte der Preisträger entsprechen in besonderer Weise den vorgegebenen Kriterien des Wettbewerbs“, sagte Staatssekretär Bleser im baden-württembergischen Bopfingen. In diesem Jahr standen die Sicherheit und der Komfort der Technik im Vordergrund der Bewertung. Der Preis ist eine Maßnahme der Charta für Holz und der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung. Ziel der Strategie ist es, eine Balance zwischen den steigenden und teilweise konkurrierenden Ansprüchen der Gesellschaft an den Wald und seiner nachhaltigen Leistungsfähigkeit zu finden.
Privates Waldeigentum ist ein wichtiges Gut
Privates Waldeigentum ist ein wichtiges Gut in Deutschland. Ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald. Fast die Hälfte dieser Waldfläche ist im Eigentum von etwa zwei Millionen privaten Waldbesitzern. Im Verbund mit dem Waldbesitz von Kommunen und Ländern ist die breite Eigentumsstreuung einer der wesentlichen Gründe für die Vielfalt unserer Wälder. Der Wald ist Naherholungsgebiet, Arbeitgeber, Naturraum und Rohstofflieferant zugleich. Der Wert des Waldes - im materiellen wie immateriellen Sinne - basiert in weiten Teilen auf dem Selbstverständnis der Waldbesitzer, den Wald verantwortungsvoll und nachhaltig auch im Sinne eines Generationenvertrages zu nutzen. Dies haben nicht zuletzt die Kampagne und die vielfältigen Initiativen zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 deutlich gemacht.
50 Jahre Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik
Die alle vier Jahre stattfindende Fachtagung ist das forstliche Ereignis des Jahres. Unter anderem präsentieren mehr als 450 Hersteller und Vertriebspartner aus 20 Nationen ihre Angebote an moderner Forsttechnik und Ausrüstung im Rahmen der „Forst-Demo-Messe“ sowie verschiedener Exkursionen mit praktischen Vorführungen. Bei einem Rundgang überzeugte sich Peter Bleser davon, dass selbst große Holzerntemaschinen unter richtiger Anwendung sehr Boden schonend eingesetzt werden können.
Veranstalter der Fachtagung ist das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. „Wenn eine Einrichtung so lange vom Bund und den Ländern gemeinsam getragen wird, ist dies ein Zeichen für die richtige Schwerpunktsetzung des KWF. Seine Arbeit ist für die gesamte Branche bis hin zum Endverbraucher ein Gewinn“, würdigte Staatssekretär Bleser die Leistungen des KWF. Das Kuratorium informiert und berät Akteure aus den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie und prüft und zertifiziert bundesweit und länderübergreifend Forsttechnik, forstliche Arbeitsmittel und Schutzausrüstung.
