Übergabe Zuwendungsbescheid an die Firma PYREG GmbH

Am 31. August 2017 hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, in Dörth den Vertretern der Firma PYREG GmbH den Zuwendungsbescheid für das Forschungsvorhaben „Karbondünger aus phosphorreichen Wirtschaftsdüngern durch Karbonisieren mit Stickstoffrückgewinnung“ überreicht. Beteiligt sind Forscher vom Fachgebiet Pflanzenernährung und Bodenkunde, vom Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen, vom Department for Soil Science and Plant Nutrition der Hochschule Geisenheim University sowie Experten der Firma PYREG GmbH und KLASS Filter GmbH.

Dieser Förderverbund erhält eine Förderung von rund 580.000 Euro aus dem Innovationsprogramm des BMEL und wird vom Projektträger BLE (ptble) betreut. In einem dreijährigen Vorhaben streben die Projektpartner an, aus Gülle, Mist und Gärresten einen standardisierten Handelsdünger herzustellen. Dafür muss der Wirtschaftsdünger zunächst aufkonzentriert und getrocknet werden. Danach soll er in einem weiteren Schritt in Biokohle umgewandelt (karbonisiert) werden. Dieser Prozess soll im Forschungsvorhaben dahin optimiert werden, dass der enthaltene Phosphor pflanzenverfügbar bleibt und gasförmige Stickstoffverluste minimiert werden. Die dabei entstehenden Düngemittel werden in Gefäß- und Feldversuchen im Hinblick auf ihr Potential für die Pflanzenernährung untersucht. Des Weiteren wird durch die Analyse sichergestellt, dass die Grenzwerte für Schwermetalle und organische Schafstoffe eingehalten werden.

„Die Bindung von Nährstoffen, der verminderte Austrag von Nitrat ins Grundwasser und Ammoniak in die Luft sind hochpolitische Fragen. Daher ist das Forschungsprojekt existenziell und für die Zukunft der Landwirtschaft von großer Bedeutung“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser.

Insbesondere für die Veredelungsregionen, die ein Problem mit Nährstoffüberschüssen haben, aber auch zur Reduzierung von Nährstoffverlusten auf dem Weg vom Stall bis zur Pflanze und zur Verbesserung des Klimaschutzes, kann dieses Forschungsprojekt eine Lösung darstellen. Denn durch das Projekt kann die Transportwürdigkeit sowie die nachhaltige Verwertung von Gülle, Mist und Gärresten verbessert werden. Außerdem können die im Projekt entwickelten Verfahren dazu beitragen, Antibiotikarückstände in den Wirtschaftsdüngern zu eliminieren.