Wahlversprechen eingelöst: Ab 2020 keine lauten Güterwagen mehr in Deutschland

Foto Peter BleserPressemitteilung von Peter Bleser, MdB vom 30. März 2017

„Mit Einstimmigkeit haben wir heute im Bundestag das Verbot lauter Güterwagen ab 2020 beschlossen, so viel Einigkeit gibt es nicht oft“ freut sich der Abgeordnete Peter Bleser. Ab 31.12.2020 gilt das Fahrverbot für Güterwagen, die lauter sind, als es die Lärmschutzrichtlinie für Neufahrzeuge erlaubt. Das Eisenbahn-Bundesamt wird die Einhaltung des Verbots auf den Bundesschienenwegen kontrollieren. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Bleser selbst hatte 2013 in den Koalitionsverhandlungen darauf gedrungen, dass das Fahrverbot in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde.

Als Abgeordneter eines Wahlkreises, durch den eine der meist befahrenen Güterverkehrstrassen Europas läuft, die Achse Genua-Rotterdam, engagiert sich Bleser schon seit vielen Jahren für die Reduzierung des Schienenlärms. „Das ist wirklich ein Meilenstein auf dem Weg zur Akzeptanz der viergleisigen Strecke im UNESCO-Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal. Die teilweise dramatische Situation in kleinen von Tourismus lebenden Orten wird sich deutlich verbessern“, ist Bleser überzeugt.

Dennoch ist dies nur ein Baustein seiner Strategie zur Lärmreduzierung. „An erster Stelle stand für mich die Gründung des Projektbeirates „Leiseres Mittelrheintal“, die 2012 erfolgte.“ Der Projektbeirat hat bis heute erfolgreiche Arbeit geleistet. 80 Millionen Euro werden in Lärmschutzmaßnahmen investiert, die zuvor durch die Bahn unter großer Bürgerbeteiligung identifiziert wurden. „Der zweite Schritt, der mittelfristig auf meiner Agenda stand, war die Umrüstung lauter Güterwagen auf sogenannte „Flüsterbremsen“. Auch hier sind wir erfolgreich. Das Ziel die Hälfte der Wagen umzurüsten ist nahezu erreicht. Langfristig werde ich mich dafür einsetzen, dass die Güterzüge nicht wesentlich lauter als Personenzüge sein dürfen und eine Entlastungsstrecke für das Mittelrheintal kommt“, so Bleser.