Wichtiger Schritt zu modernem Medizinstudium: „Masterplan Medizinstudium 2020“

Foto Peter BleserBekanntmachung von Peter Bleser, MdB, im E-Mail-Infoservice vom 24.04.2017

Die Anforderungen an ein zukunftsfestes Medizinstudium sind vielfältig: zum einen müssen Ärztinnen und Ärzte auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft vorbereitet werden. Zum anderen kamen allein im Wintersemester 2015/16 auf ca. 9.000 Studienplätze in der Humanmedizin über 43.000 Bewerbungen. Dennoch droht in manchen Regionen Ärztemangel.

Um das Medizinstudium auf diese Erfordernisse einzustellen, haben Bund und Länder am 31. März 2017 den „Masterplan Medizinstudium 2020“ beschlossen.

Welche Schwerpunkte und Maßnahmen dieser Plan beinhaltet, wird Ihnen im Folgenden vorgestellt:

1. Neustrukturierung des Medizinstudiums

  • Kompetenzorientierte Ausbildung: Studierende erwerben von Anfang an arztrelevante Kompetenzen
  • Praxisnahe Ausbildung und Prüfung: Studierende kommen stärker mit Patientinnen und Patienten in Berührung und erfahren die klinische Praxis früher
  • Allgemeinmedizin in der Ausbildung stärken: gerade mit Blick auf die medizinische Versorgung im ländlichen Raum von großer Bedeutung

 

2. Zulassung zum Studium wird zeitgemäß weiterentwickelt

  • Neben der Abiturnote sollen mindestens zwei weitere Auswahlkriterien stärker gewichtet werden
  • Im Fokus stehen hier soziale, kommunikative Kompetenzen sowie eine besondere Motivation

 

3. Mehr Nachwuchs für flächendeckende hausärztliche Versorgung

  • Möglichkeit einer Landarztquote:
  • Länder können bis zu 10 Prozent der Medizinstudienplätze vorab an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach Abschluss der Ausbildung für bis zu zehn Jahre in unterversorgten bzw. durch Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen tätig zu sein
  • Bessere Information über finanzielle Förderung und die Möglichkeit, ganze Ausbildungsabschnitte im ländlichen Raum abzuleisten

 

Von den nun beschlossenen Maßnahmen werden die angehenden Ärzte und die Patienten spürbar profitieren. Nähere Informationen können Sie der beigefügten gemeinsamen Pressemitteilung der Bundesministerien für Gesundheit sowie Bildung und Forschung und dem Beschlusstext entnehmen.