Schüler des Kant-Gymnasiums aus Boppard zum Gespräch im Deutschen Bundestag

Schüler der 12. Klasse des Kant-Gymnasiums in Boppard besuchten am 12. Januar 2017 den Bundestagsabgeordneten Peter Bleser in Berlin.

Vor einer interessierten und aufgeschlossenen Gruppe referierte Peter Bleser zuerst über seinen persönlichen Werdegang und veranschaulichte seinen Alltag als Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Danach begann die spannende Fragerunde.

Als erstes wollte ein Schüler wissen, ob Peter Bleser schon immer damit gerechnet habe in die Politik zu gehen? Die Antwort darauf war ein eindeutiges: NEIN. Sein Ziel war es, einen großen landwirtschaftlichen Betrieb zu haben. Allerdings engagierte sich Peter Bleser schon seit seinem 18. Lebensjahr bei der Jungen Union und CDU. Als dann seine Vorgängerin, Frau Willfeld, 1990 nicht erneut für den Bundestag kandidieren wollte, bewarb sich Peter Bleser für dieses Mandat. Seit diesem Zeitpunkt ist Peter Bleser direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück im Deutschen Bundestag.

Auf die Frage, wie man sich in der Politik so lange und so gut etablieren kann, antwortete Peter Bleser: „Es ist wichtig die Bürgerinnen und Bürger zu achten und sie auch ernst zu nehmen. Man muss den Menschen zeigen, dass man sich für sie und ihre Interessen einsetzt. In einer Fraktion wird man dann geschätzt, wenn man für die Partei eine gute Reputation erlangt.“

In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, warum Peter Bleser sich gerade für die CDU als seine Partei entschieden hat. Er antwortete, es habe durchaus eine Prägung von Zuhause gegeben. Jedoch fand er es beeindruckend, was die CDU nach dem Krieg geschafft hat. Die Union war die erste Partei, die verschiedenste christliche Prägungen zusammengeführt hat. Außerdem müssen Gesetzesvorhaben auf ihre Wirkung auf den Einzelnen hin bewertet werden. Dabei sind ihm die christlichen Werte, wie z. B. Barmherzigkeit und Achtung der Menschenwürde, besonders wichtig. Zudem ging er auch auf aktuelle politische Themen ein. Schließlich sei es nicht selbstverständlich, wie niedrig die Arbeitslosenquote in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen europäischen Staaten sei. Junge Menschen haben somit in Deutschland gute Chancen, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nach der schulischen Ausbildung zu finden.

Jedoch gebe es ein Problem, das insbesondere den ländlichen Raum betrifft: Junge, hochqualifizierte Menschen finden oftmals auf dem Land keine Arbeit und wandern in Ballungszentren ab. „Dagegen müssen wir was tun!“, so Bleser. Es sei ihm ein großes Anliegen, den ländlichen Raum zu stärken. Dafür setze er sich schon seit Jahren mit Herzblut ein. Er möchte allen zeigen, wie attraktiv ländliche Regionen sind, welche Möglichkeiten und Perspektiven man auf dem Land hat und was man dort alles erreichen kann. Vieles sei in Städten oftmals nicht so leicht umsetzbar, beispielsweise das Erlangen von Eigentum gestaltete sich in großen Städten als eher schwierig.

Auch ging Peter Bleser auf die Präsenz des Lobbyismus ein, welcher in einer parlamentarischen Demokratie zum Alltag gehöre. Wichtig dabei sei sich nicht beeinflussen zu lassen.

Im Anschluss des Gesprächs besuchten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern die Reichstagskuppel und rundeten somit ihren Besuch im Regierungsviertel in Berlin ab