Cochem - Rittermahl und „Stückelchen”

Die steilen Weinhänge und ausgedehnten Radwanderwege entlang des idyllischen Flußufers, die kleinen verwinkelten Gassen und Fachwerkhäuser. Dies alles sind gute Gründe für einen Ausflug in die Moselmetropole Cochem. Lernen Sie die Gastfreundschaft der Moselaner kennen. Vielleicht erzählt man Ihnen dann bei einem guten Glas Wein ein „Stückelchen”. So werden die Geschichten und Streiche der Cochemer Schildbürger genannt. Ihnen zu Ehren wurde in Cochem eigens ein Brunnen, der Bockbrunnen erbaut.

So erzählt man sich z.B. die Geschichte des Lohgerbers Vinzenz Laux. Der einst den gestrengen Pastor gebeten hatte ihm die Beichte abzunehmen. Der Pastor war im Ort gefürchtet, da er vor allem den trinkfreudigen Gelagen der Moselaner Einhalt gebieten wollte. Vinzens beichtete und erhielt als Buße drei Litaneien. Ungläubig fragte er noch mal nach. „Drei Litaneien!” erwiderte der Pastor etwas ungehalten. Als Vinzenz anschließend in der Dorfkneipe einkehrte gab er zu verstehen das man doch gegen den Pastor nichts sagen könne. Er habe ihm als Buße „drei Liter Neien (Moselfränkisch für Neuen)” aufgegeben. Und da Vinzenz ein guter und gläubiger Christ war bestellte er gleich den ersten Krug.

Neben dem Bockbrunnen der Schildbürger gibt es in Cochem weitere Bauwerke wie Bulduinstor oder Pinnerkreuz zu bewundern.

Das Wahrzeichen der Stadt ist aber die 1000 Jahre alte Reichsburg. Im Jahre 1688 wurde die Burg Cochem von Truppen des französischen König Ludwig XIV zerstört. 1868 konnte ein Berliner Kaufmann die Ruine erwerben. Im Jahre 1942 ging Sie in das Eigentum des Deutschen Reiches über und ist seit 1978 im Besitz der Stadt Cochem. Neben dem Burgfest, Falknerei und Theaterkulisse bietet die Reichsburg Ihren Gästen eine kulinarische Reise ins Mittelalter. Die Besucher nehmen dann in den alten Gemäuern ein üppiges Rittermahl ein.

Aber auch zeitgenössische Kulturreisende werden in Cochem an der Mosel voll auf Ihre Kosten kommen.

Fotos: Touristinfo Cochem-Zell