Jan Tölle bei Jugend und Parlament 2018 in Berlin

3. Juli 2018

Meine Erfahrung als Bundestagsabgeordneter

Jan Tölle aus Niederweiler bei Jugend und Parlament 2018 in Berlin

 

Jugend und Parlament. So nennt sich das Planspiel, das vom 23. bis 26. Juni im Berliner Bundestag stattgefunden hat. Auf Vorschlag unseres Bundestagsabgeordneten Peter Bleser war ich einer von 330 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die in diesen vier Tagen die Rolle der Bundestagsabgeordneten im Deutschen Bundestag in einer fiktiven Partei ausüben konnten.

Die Aufgabe bestand darin, vier Gesetzesinitiativen zu simulieren. Als Grundlage zur Debatte dienten Entwürfe zu „Chancengleichen Bewerbungen“, zur „Einführung von Pfand auf Kaffeebecher“, zur „Einführung von Elementen direkter Demokratie“ und zur „Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation in Sahelien“, einem fiktiven Staat. An diesen Entwürfen wurde in Ausschüssen, Landesgruppen, Arbeitsgruppen und Fraktionen gearbeitet und letztendlich im Plenarsaal des Bundestages über sie abgestimmt. Aufgrund unseres strikten Zeitplanes konnten wir das WM-Spiel Deutschland gegen Schweden nicht schauen, obwohl 200 Meter neben uns am Brandenburger Tor die Fanmeile stattfand. Das konnte aber meine Begeisterung für das Planspiel nicht schmälern.  Höhepunkt der Veranstaltung war das Schlusswort des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble mit anschließender Podiumsdiskussion mit den Abgeordneten Nadine Schön (CDU/CSU), Andrea Nahles (SPD), Leif-Erik Holm (AfD), Christian Lindner (FDP), Dietmar Bartsch (Die Linke), Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen) und Ulrich Lange (CDU/CSU).

Während dieser Zeit wurde mir bewusst, wie anspruchsvoll die Arbeit von Abgeordneten im Bundestag ist und dass sie von vielen unterschätzt wird. Ich habe gelernt, dass Demokratie anstrengend ist, aber auch die Chance bietet, mitzugestalten.

 

Niederweiler, 03.07.2018