Kirchberg - Mitten im Hunsrück

Kirchberg besitzt seit 1259 Stadtrecht, ist damit die älteste Stadt des Hunsrücks und Namensgeberin für die gesamte Region. Mit 21.000 Einwohnern ist die Verbandsgemeinde zudem eine der größten in Rheinland-Pfalz. Zu ihren 40 Ortsgemeinden gehört die "Perle des Hunsrücks", wie der Erholungsort Gemünden gerne genannt wird.

Freizeitaktivitäten bieten sich in der Verbandsgemeinde Kirchberg zuhauf. Neben zwei Hallen- und Freibädern suchen auch der Golfplatz und die Kartbahn auf dem Gelände der ehemaligen Militärbasis Hahn 1 auf dem Hunsrück ihresgleichen. Der deutschlandweit bekannte Flugplatz Frankfurt Hahn ist ebenfalls auf dem Gelände dieser Basis. Er ist damit eines der gelungensten Konversionsprojekte. Die neue Nutzung der ehemaligen amerikanischen Luftwaffenbasis durch zivile Unternehmen hat viele Unternehmen in die Region gezogen. Frankfurt Hahn ist mittlerweile der viertgrößte deutsche Frachtflughafen. Mit dem Passagierverkehr sind Ziele in ganz Europa zu erreichen.

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Kirchberg bietet aber mehr als nur den am schnellsten wachsenden Flughafen Deutschlands. Es ist auch ein Feriengebiet mitten im Hunsrück am Fuße des Soonwaldes und des Idarwaldes. Reine Luft, sauberes Wasser, stille Waldwege, grüne Wiesen und hunsrücktypische Dörfer mit Fachwerkhäusern – die Verbandsgemeinde Kirchberg ist ein naturnahes Feriengebiet.

Vielfältig sind die Zeugnisse einer reichen Vergangenheit in der Region Kirchberg. Sie laden ein zum Verweilen, Erholen und Entdecken: die Burg Dill, Schloss Gemünden, auf der Soonwaldhöhe die Ruine Koppenstein, spätgotische Kirchen in Kirchberg und Metzenhausen und eine noch ältere in Hahn, nicht zu vergessen die herrlichen Malereien von Engisch in der Dorfkirche zu Dill. Alle Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß auf markierten Wegen erreichen.

Mitten durch die wunderbare Ferienlandschaft rund um Kirchberg verlief einst eine Römerstraße von Bingen nach Trier, die sogenannte Ausoniusstraße. Als Erinnerung daran steht bei Dill ein nachgebildeter Römerturm wie er in der Antike am Limes häufig zu finden war. In Gemünden informiert eine Edelsteinausstellung über die bergmännische Vergangenheit des Hunsrücks. Hier steht auch das schöne Gemündener Schloss an der Stelle einer zerstörten mittelalterlichen Burg. Auch auf dem Koppenstein findet sich noch eine Burgruine. Vom Plateau des 16 m hohen, fünfeckigen Bergfrieds bietet sich dem Feriengast ein großartiger Ausblick in die weite Hunsrücklandschaft.

In Kirchberg selbst gehören das alte Zollhaus und die katholische Pfarrkirche St. Michael, eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche, deren ältester Teil, der heutige Westturm, aus dem 13. Jahrhundert stammt, zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Hier findet sich im Heimathaus „Krone“ auch ein großes Heimatmuseum. In Laufersweiler steht eine jüdische Synagoge, die nicht in der sogenannten „Reichskristallnacht“ wie andere Synagogen in Deutschland zerstört wurde, da bei einem Brand auch umliegende Gebäude gefährdet gewesen wären. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine Dauerausstellung mit dem Titel „Sie gehörten zu uns“, die der Geschichte jüdischen Lebens in Laufersweiler und seiner Umgebung gewidmet ist.

Fotos: Verbandsgemeindeverwaltung Kirchberg; Flughafen Frankfurt-Hahn