Bleser/Klöckner: Nachvollziehbare Nährwertkennzeichnung ist das richtige Signal

Pressemeldung der CDU/ CSU Bundestagsfraktion vom 31.05.2007 - Peter Bleser, Julia Klöckner Anlässlich der aktuellen Initiative führender Lebensmittelproduzenten, ihre Produkte verbraucherfreundlicher zu kennzeichnen und anlässlich des Informationsbesuches bei Nestlé in Frankfurt erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser MdB, und die Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Julia Klöckner MdB: Es ist sehr erfreulich, dass die Lebensmittelbranche die Unions-Forderung nach einer sichtbareren und klareren Nährwertkennzeichnung aufgegriffen hat. Im Rahmen des Ernährungskongresses, der vor einigen Monaten in der Unionsfraktion statt fand, hoben die Verbraucherpolitiker hervor, dass auf Verpackungen zur besseren Vergleichbarkeit u. a. die Kalorienzahl der Einzelpackung deutlicher hervorgehoben werden müsse. Das Interesse an Informationen über Kalorien und Nährwertangaben ist im Rahmen der aktuellen Ernährungsdiskussion enorm gestiegen.Mit der angekündigten einfachen, pro Tagesbedarf empfohlenen Kalorienangabe auf der Produktvorderseite und zusätzlichen Informationen über Ballaststoffe, gesättigte Fette und Zucker auf allen Produkten, gehen neun der größten Lebensmittelkonzerne den richtigen Weg. Statt auf ein Gesetz zu warten, ist es immer besser, auf freiwilliger Basis die Vereinfachung und Verschlankung der Produktkennzeichnung voranzutreiben. Die angekündigte Umsetzung werden wir kritisch prüfen und begleiten. Schon vor Monaten hatte die Union eine Stärkung der Verbraucherinformation beim Einkauf von Lebensmitteln durch plakative Kennzeichnung auf den Verpackungen gefordert. Die Gehaltsangabe von Energie, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate bezogen auf den Tagesbedarf und pro festgelegte Einheit ist für den Verbraucher leicht nachvollziehbar und vermittelt ihm ein stärkeres Bewusstsein für geeignete Nahrungsmittel. Wir lehnen die Ampel-Kennzeichnung klar ab, die Lebensmittel in "gute" und "schlechte" unterteilt. Der eigenverantwortlich handelnde Verbraucher ist weniger auf Steuerung angewiesen als auf Information. Klare, wahrhaftige Angaben sind wichtig - aber auch eine Einheitlichkeit in der Darstellung. Deshalb sind alle Lebensmittelproduzenten und der Handel aufgefordert, sich der neuen Kennzeichnung anzuschließen und sich untereinander auf vergleichbare Standards zu verständigen. Das beugt der Verbraucherverwirrung vor. Aufgrund der Kennzeichnungen und besseren Vergleichbarkeiten wird es künftig auch zu innovativen Produktkonzeptionen kommen, die mehr für die Gesundheit leisten. Ohne geschmackliche Verluste wird es fett- und zuckerärmere Produkte geben, für deren Entwicklung der Druck bisher fehlte. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung.