Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege

In der Vergangenheit hat die Arbeitsbelastung in der Alten- und Krankenpflege stetig zugenommen. Dabei sind wir in einen Teufelskreislauf gekommen. Eine höhere Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten führte zum Ausstieg von Personal und zu einer Abnahme der Beliebtheit des Berufes als solches. Das verbliebene Personal wurde in der Folge dann mit einem wachsenden Arbeitspensum konfrontiert.

Das Sofortprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit zur Kranken- und Altenpflege ist dabei ein erster Schritt auf dem Weg die Fehlentwicklungen der letzte Jahre zu korrigieren und eine Neuausrichtung der Pflege voranzutreiben.

Im Rahmen des Sofortprogramms konzentrieren sich die Vorhaben auf die Pflege im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen und darauf die Attraktivität der Kranken- und Altenpflege im Allgemeinen zu steigern.

Die Pflege in Pflegeeinrichtungen wird dabei besonders in den Blick genommen, sodass jede stationäre Pflegeeinrichtung eine Förderung erhält.

Geplant sind 13.000 Pflegekräfte für die vollstationären Pflegeeinrichtungen zu schaffen, die sich nach folgendem Schlüssel auf die Häuser verteilen.

-0-40 Bewohner: eine halbe Pflegestelle zusätzlich

-41-80 Bewohner: eine Pflegestelle zusätzlich

-81-120 Bewohner: eineinhalb Pflegestellen zusätzlich

-Mehr als 120 Bewohner: zwei Pflegestellen zusätzlich

Die Pflegeeinrichtungen haben die Möglichkeit, auf Antrag schnell und unbürokratisch diese zusätzlichen Stellen durch einen Zuschlag finanziert zu bekommen. Die Pflegebedürftigen werden zur Finanzierung dieser 13.000 Stellen nicht belastet.

Des Weiteren unterstützt die Pflegeversicherung über eine 40-prozentige Kofinanzierung einmalig die Anschaffung von digitaler oder technischer Ausrüstung mit bis zu 12.000 Euro.

Denn mit gezielter Investition in digitale Technik können die Menschen in der Pflege spürbar entlastet werden. Besonders in den Bereichen Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, Abrechnung von Pflegeleistungen, Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflegeheimen sowie Dienst- und Tourenplanung können digitale Angebote für enorme Erleichterung sorgen.

Nähere Informationen finden Sie in dem Eckpunktepapier des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn MdB.