Energiewende – Riesenchance für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Foto Peter BleserPressemitteilung von Peter Bleser, MdB, vom 29.10.2019

In Modellregionen und Reallaboren wird die Energieversorgung der Zukunft erprobt

„Die Energieerzeugung in Deutschland bis 2050 nahezu CO2-neutral umzubauen, ist eine gigantische technologische und organisatorische Herausforderung“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Bleser. Als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie ist Bleser zuständig für Förderprogramme zur Erprobung der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien. Bleser besucht einzelne Projekte, um in Erfahrung zu bringen, ob diese großflächig angewendet können.

Ein Baustein ist das Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG). Fünf Modellregionen in allen Bundesländern werden durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit 200 Millionen Euro gefördert. Hier werden übertragbare Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei zeitweise 100% Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien entwickelt und demonstriert. Seit Anfang 2017 erproben mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Landkreise und Bundesländer über vier Jahre die Energiewende in der Praxis.

Ein Teil des SINTEG-Projektes „Designetz“, das sich über Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland erstreckt, befindet sich im Wahlkreis von Peter Bleser, in Gödenroth, einem Ort im Rhein-Hunsrück-Kreis. Hier wird erprobt, wie ein Batteriespeicher in Kirchberg, Elektrospeicherheizungen in Simmern, ein Lithium-Ionen-Speicher in Gödenroth und Batteriespeicher in Haushalten dem übergeordneten Stromnetz zur Verfügung gestellt werden können. Die Region und weitere Gebiete sollen auch dann mit Strom versorgt werden, wenn Photovoltaikanlagen wenig oder keinen Strom liefern. Zudem soll überschüssiger Wind- und Solarstrom gespeichert werden. Ein „Smart Operator“ in Kisselbach soll Spannungsschwankungen und Belastungsspitzen in den Netzen überwachen und ausgleichen.

Peter Bleser besucht weitere Projekte von „Designetz“ in Münchweiler an der Alsenz, Worms, Ludwigshafen, Saarbrücken und Saarlouis.

Der Abgeordnete hat sich zur Aufgabe gemacht, die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Förderprojekten weiterzutragen, in den Bundestag hinein zu seinen Kollegen und auch zu den Bürgern. In fast allen Städten und Landkreisen Deutschlands gibt es über 300 Projektpartner von SINTEG. In Süddeutschland sind es die 58 Partner von "C/sells“, in Norddeutschland 57 Partner von "NEW 4.0“, im Nordosten 75 Partner von "WindNODE“ und im Nordwesten Niedersachsens 63 Partner von "enera".

Der zweite, jetzt anstehende Baustein für die Erprobung der Energiewende sind die „Reallabore der Energiewende“. Sie gehen einen Schritt weiter als die „SINTEG-Projekte“. In den Reallaboren geht es ganz konkret um die Dekarbonisierung im Wärmemarkt, im Verkehr und bei Industrieprozessen.

Über 90 Bewerbungen für die Reallabore hat das BMWi erhalten und die 20 besten davon ausgewählt. Sie werden mit 400 Millionen Euro gefördert, für die Strukturwandelregionen sollen weitere Mittel hinzukommen. In den 20 Konsortien erproben Unternehmen in einer Region den realen Betrieb von neuen Technologien. Sie analysieren gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung die Wechselwirkungen mit dem Energiesystem und der Gesellschaft.

Der nächste Baustein für die Energiewende sind die Innovationsausschreibungen des BMWi, die im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes über drei Jahre und in drei Ausschreibungsrunden erfolgen. Die erste Ausschreibung soll möglichst noch in 2019 starten.

In vielen Projekten spielt Wasserstoff eine wichtige Rolle, ob als Energiespeicher, Rohstoff oder Treibstoff. Weil Wasserstoff ein enormes Potential hat, will die Bundesregierung bis Ende 2019 noch eine Wasserstoffstrategie beschließen. Mit ihr werden die Rahmenbedingungen für die Wasserstoffproduktion und deren Nutzung geschaffen.

„Mit Hilfe der Forschungs- und Förderprogramme können wir die technologisch höchst anspruchsvolle Herausforderung meistern, die Energieerzeugung bis 2050 nahezu klimaneutral, versorgungssicher, dynamisch und dezentral zu gestalten ohne die Bürger und die Wirtschaft zu überfordern. Darin liegt auch eine riesige Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, vor allem für den ländlichen Raum“, so Peter Bleser.

 

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen und den Innovationsausschreibungen gibt es unter: