Erhebung von Zusatzbeiträgen durch die Krankenkassen

Bekanntgabe von Peter Bleser MdB im E-Mail-Infoservice vom 05.02.2010 In den letzten Tagen hat ein Thema die Gemüter bewegt und bei vielen Bürgern für Verunsicherung gesorgt: Die ersten gesetzlichen Krankenkassen haben die Erhebung von Zusatzbeiträgen angekündigt. Um ihr hohes Defizit auszugleichen, wollen die Kassen mind. acht Euro pro Monat mehr verlangen.Zusatzbeiträge müssen die Kassen erheben, die mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Viele der etwa 170 Krankenkassen halten sich jedoch zurück. Die gesundheitspolitischen Sprecher der CDU und CSU, Jens Spahn und Johannes Singhammer, haben in der letzten Woche über die wichtigsten Fakten informiert. Das Schreiben können Sie sich gerne im nebenstehenden Dokument durchlesen.Viele Bürgerinnen und Bürger haben Peter Bleser in den letzten Tagen kontaktiert. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Erhebung von Zusatzbeiträgen sind hier für Sie in Kürze zusammengestellt:Wie erfahre ich, ob meine Krankenkasse Zusatzbeiträge erhebt?Die Krankenkassen sind verpflichtet, Sie rechtzeitig über die Beitragserhöhung zu informieren.Wie ziehen die Kassen den Zusatzbeitrag ein?Die Kassen werden ihre Mitglieder auffordern, das Geld monatlich zu überweisen und vermutlich eine Einzugsermächtigung erbeten.Wie kann ich mich gegen Zusatzbeiträge wehren?Erhebt Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag, haben Sie als Mitglied ein Sonderkündigungsrecht. Sie haben zwei Monate Zeit, sich bei einer anderen Krankenkasse zu versichern, auch wenn Sie noch keine 18 Monate Mitglied bei Ihrer jetzigen Kasse sind. Für Versicherte mit einem freiwilligen Wahltarif, etwa mit Selbstbehalt oder Beitragsrückerstattung, gilt das Sonderkündigungsrecht allerdings nicht. Wann lohnt sich ein Wechsel?Ein Wechsel kann sich lohnen. Schließlich gibt es zahlreiche Kassen, die 2010 keinen Zusatzbeitrag erheben wollen oder ihren Mitgliedern sogar Prämien ausschütten. Aber: ein Wechsel zu einer Kasse, die bisher keinen Zusatzbeitrag erheben will, muss nicht zwangsläufig die beste Alternative sein. Nicht nur die Beitragshöhe zeichnet eine gute Krankenkasse aus. Auschlaggebend sind je nach Ihren Bedürfnissen auch spezielle Leistungen, die bestimmte Krankenkassen bieten. Beispielsweise, die Kostenübernahme von Impfungen, Angebote von alternativen Heilmethoden, ein guter Kundenservice oder eine Geschäftsstelle vor Ort können ebenso wichtige Kriterien bei der Kassenwahl sein.Wie kann ich die Krankenkasse wechseln?Sie können kündigen, sobald Ihre Kasse Sie über anstehende Zusatzbeiträge informiert.Zur Kündigung reicht ein einfaches Schreiben an die Krankenkasse, vorzugsweise per Einschreiben. Die Kasse ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung zu senden. Mit dieser Kündigungsbestätigung wendet man sich an seine neue Kasse. Die erledigt den Rest. Sie können bei einem Wechsel alle gesetzlichen Krankenkassen wählen, die sich der Allgemeinheit in Ihrem Wohnortbundesland oder im Bundesland Ihres Arbeitsplatzes geöffnet haben. Wollen Sie dagegen in eine private Krankenversicherung wechseln, müssen Sie erst Ihre Aufnahme nach Prüfung der Gesundheitsfragen abwarten.