Gesetzesentwürfe zur Organspende im Bundestag diskutiert

Foto Peter BleserPressemitteilung von Peter Bleser, MdB, vom 02.07.2019

Wie kann die Zahl der Organspenden in Deutschland gesteigert werden?
Über zwei Gesetzesentwürfe beriet der Deutsche Bundestag am vergangenen Mittwoch. Die Bundestagsabgeordneten vertreten in dieser Frage quer durch alle Parteien unterschiedliche Positionen. „Unstrittig ist, dass wir mehr Organspenden benötigen. Wie wir das Einverständnis möglicher Spender einholen, darüber wird zurzeit jedoch heftig diskutiert“ so CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Bleser.

Während eine Gruppe Bundestagsabgeordneter die Auffassung vertritt, dass einer Organspende im Vorfeld ausdrücklich zugestimmt werden muss, wirbt eine andere Gruppe, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, für die sogenannte Widerspruchslösung. Diese bedeutet, dass grundsätzlich bei jeder volljährigen Person von der Bereitschaft zur Organspende ausgegangen wird, es sei denn, es liegt ein erklärter Widerspruch vor.

Bleser spricht sich gegen die Widerspruchslösung aus. „Die Organspende muss auf einer bewussten und freiwilligen Entscheidung basieren. Kein Dritter hat das Recht über den Körper eines anderen zu verfügen, wenn von diesem keine Einwilligung vorliegt. Schweigen darf nicht als Zustimmung gewertet werden.“ so Bleser.

Zur Verbesserung der Situation schlägt Bleser vor, dass jeder Bürger schon in jungen Jahren bei der Beantragung des Führerscheins und Personalausweises sowie bei Arztbesuchen regelmäßig und verpflichtend über die Möglichkeit der Organspende aufgeklärt und befragt wird. Ein bundesweites Register aller Organspender, auf das jeder Arzt zugreifen kann, würde im Bedarfsfall schnelles Handeln ermöglichen.

Im Herbst dieses Jahres wird über die zwei Gesetzesentwürfe abgestimmt.
„Welcher Gesetzesentwurf eine Mehrheit erhält, ist zurzeit noch völlig offen“, so Bleser.