Ja zum Ländlichen Raum

Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Zukunft der Ländlichen Räume Leben-Arbeit-UmweltAttraktive Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen in ländlichen Räumen sind für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein wichtiges Ziel der Politik. "Die CDU/CSU war, ist und bleibt der Anwalt der Landwirte und des ländlichen Raumes", sagte Fraktionsvorsitzender Volker Kauder zum Auftakt des Kongresses am 15. Juni 2009 in Berlin. Die Bevölkerung auf dem Lande ist auf eine moderne Infrastruktur und flächendeckende medizinische und soziale Versorgung angewiesen. Auch Bildungsangebote müssen wohnortnah zur Verfügung stehen, hob der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung ist von großer Bedeutung, unterstrich Bundesministerin Ilse Aigner (CSU). Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt werden. Bis spätestens 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte, bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Fraktionsvorsitzender Volker Kauder appellierte an die Deutsche Telekom, ihren Strukturauftrag wahrzunehmen. Kauder warnte davor, den ländlichen Raum lediglich als Naherholungsgebiet für Ballungsräume oder Entsorgungseinrichtung für Verdichtungsgebiete zu betrachten. "Landwirte sind nicht unsere Grünpfleger", betonte er. "Bäuerliche Familienbetriebe müssen eine Zukunft haben. Ohne Landwirte ist der ländliche Raum Provinz", hob er den Stellenwert der Landwirte hervor. Die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat zu dem Kongress ein Positionspapier vorgelegt. Darin werden die Ziele der Politik für die ländlichen Räume bejaht. Ja zu attraktiven Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum.Ja zu einer Politik zur Unterstützung der ländlichen Räume und einer gleichwertigen Entwicklung mit den städtischen Gebieten.Ja zum weiteren Ausbau leistungsfähiger Datenleitungen als Voraussetzung für die Ansiedlung und den Verbleib klein- und mittelständischer Unternehmen sowie junger Familien im ländlichen Raum.Ja zu einer marktgerechten Entwicklungsmöglichkeit unsere Agrarwirtschaft.Ja zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Abbau internationaler Ungleichbehandlungen. Ja zur Eindämmung des Verbrauchs wertvoller landwirtschaftlicher Nutzfläche durch branchenfremde Nutzung.Ja zu einer öffentlichen Auseinandersetzung mit der landwirtschaftlichen Produktion auch unter Beachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse ohne ideologische Vorfestlegungen.Ja zu einer klaren, qualitätssteigernden Kennzeichnung von Lebensmitteln und einer Verbraucherbildung vom Kindergarten an. Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Zukunft der Ländlichen Räume u.a. mit: Ilse Aigner, Bundeslandwirtschaftsministerin und Volker Kauder MdB, CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender.Fotos: CDU/CSU-Fraktion, Armin Linnartz