Peter Bleser besucht SINTEG-Projekt WindNODE

Nach Stuttgart ist meine zweite Station bei den SINTEG-Projekten des Bundeswirtschaftsministeriums WindNODE, die Pilotregion Energiewende in den neuen Bundesländern.

Ich erlebte einen intensiven und spannenden Tag in Begleitung des Gesamtprojektleiters, Markus Graebig.

Der erste Termin fand im Netzquartier von 50Hertz gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof statt. Teilprojekte der über 70 WindNODE-Partner wurden mir vorgestellt, vor allem zu Speichern und Power-to-X Modellen. Mit dabei waren die Leiterin Forschung und Entwicklung der Berliner Wasserbetriebe, Regina Gnirß, der Leiter Energiewirtschaft der LEAG, Frank Mehlow, und der Geschäftsführer für Energie und Mobilität des Instituts für Klimaschutz, Simon Schäfer-Stradowsky. Spannend war der Blick in die Ersatzleitwarte von "50Hertz", den mir Dr. Dirk Biermann, Geschäftsführer für Märkte und Systembetrieb, ermöglichte.

In Berlin-Schöneberg besuchte ich den EUREF-Campus, auf dem die GASAG eine Power-to-Heat/Power-to-Cold-Pilotanlage betreibt. Andreas Jarfe von der Unternehmenskommunikation erläuterte mir die Anlage und das virtuelle Netzwerk aus dezentralen Blockheizkraftwerken, das der Pufferung von Stromüberschüssen dienen soll.

In einer WindNODE-Schaufenster-Filiale von Lidl wurde mir von Bereichsleiterin Christina Over, Geschäftsführer Thomas Tappertzhofen und Benjamin Danner erläutert, welche Versuche Lidl umsetzt, um die Energiewende voranzutreiben: eine Batterieanlage und Lastverschiebung z.B. bei der Kühlung. Darüber hinaus entwickelt Lidl gute Modelle im Kunststoffrecycling.

Mit einem Wasserstoffauto von ENERTRAG ging es raus aus Berlin in das anderthalb Stunden entfernte Dauerthal, zur Firmenzentrale. Vorstandsvorsitzender Jörg Müller zeigte mir seine Wasserstoffelektrolyse-Anlage, die mit überschüssiger Windkraft arbeitet. Besonders hat mich beeindruckt, dass dieses innovative Unternehmen viele Arbeitsplätze im ländlichen Raum, in der strukturschwachen Uckermark, geschaffen hat.

Alle Beispiele sind wichtig für unsere Energiewende. Hier wird getestet, welche Anwendungen skalierbar und wirtschaftlich sind. Dieses Potenzial müssen wir unbedingt nutzen!