Treis-Karden – Im romantischen Mosel-Tal

Im romantischen Elzbachtal, nahe bei Moselkern und Treis-Karden, liegt dieses Dornröschenschloss des Mosellandes, die Burg Eltz. Dank ihrer versteckten Lage überstand sie Kriege und die Wirren der Französischen Revolution unbeschädigt. Daher gilt die Burg Eltz heute als eine der schönsten Burgen Deutschlands. Dem Besucher bietet sie einen malerischen Anblick, auf einen Schieferfelsen gebaut, vom Elzbach umflossen und von bewaldeten Steilhängen eingerahmt. Viele Innenräume besitzen die ursprüngliche Ausstattung und bergen zahlreiche Kostbarkeiten, Möbel, Bilder, Hausrat und Rüstungen.

In der Schatzkammer sind wertvolle Gold- und Silberschmiedearbeiten, Schmuck, Porzellan, Kleidung und Waffen zu bewundern. Auf der Burg Eltz spielt auch die Sage vom durchlöcherten Harnisch. Man erzählt, dass die Tochter des Burgherren ihrem Verlobten auf einem fest die kalte Schulter zeigte und ihn so bloßstellte. Der Enttäuschte erklärte dem Vater daraufhin die Fehde und griff eines Tages, als der Burgherr auf einem Turnier weilte, die Burg Eltz an. Dabei tötete er seine Verlobte, die mit der Rüstung ihres Bruders bekleidet auf Seiten der Verteidiger kämpfte mit einem Schuss durch ihren Harnisch, da er nicht wusste wen er vor sich hatte.

Für Mittelalter-Freunde ist Treis-Karden wirklich eine gute Adresse. Neben der Burg Eltz sei auch auf die Burgen Treis, Wildburg und Pyrmont hingewiesen. Heute ist von der Burg Treis nur noch ein Bergfried zu sehen. Die Wildburg ist im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Bei der Burg Pyrmont  lohnt sich eine Besichtigung. Das ehemalige Stift St. Castor spielte im Mittelalter ebenfalls eine große Rolle. Die Stiftskirche beherrscht mit ihren mächtigen Türmen bis heute das Ortsbild. Neben der Architektur ist insbesondere die dreimanualige Orgel des Johann Michael Stumm von 1728 einen Ausflug wert.

Das Stiftsmuseum Treis-Karden präsentiert sich mit seinen umfangreichen Schätzen im renovierten Zehnthaus hinter der Stiftskirche, dem ehemaligen Speisesaal (Refektorium) aus dem Jahre 1238. Ein Ausstellungsschwerpunkt ist die treverisch-römische Kultur, welche vor allem auf dem Martberg zwischen Pommern und Karden vorhanden ist. Dort befanden sich in der Antike zahlreiche Tempelbauten. Einer der Tempel war der römischen Gottheit Mars geweiht und verleiht bis heute dem Berg seinen Namen: mons martis – Martberg. Hier wird die wechselvolle Geschichte des Mosellandes in einem Verschmelzungsprozess von Kelten und Römern sichtbar. Der Martberg ist ein wichtiger Bestandteil der moselländischen Kulturlandschaft. Mit der Rekonstruktion der Tempelanlage auf dem Martberg wurde im Jahr 2003 begonnen.

Treis-Karden bietet nicht nur Hobby-Historikern einiges. Das Spiel- und Spaßbad Treis-Karden bietet Familien Erholung pur. Wer es abenteuerlich mag, kann auf der Mosel Kanutouren unternehmen. Kanufahren ist ein schönes naturnahes Freizeiterlebnis. Im direkten Kontakt mit dem Wasser erfahren Sie die Ursprünglichkeit der Natur und den respektvollen Umgang mit ihr und ihren Schätzen. Atmen Sie die verzauberte Welt der Flußauen.